Panorama 1

VDU-News

Neues vom Verband Deutscher Ubootfahrer
  1. Die 20. Probsteier Korntage - 27. Juli bis 25. August 2019

    In der Gemeinde Lutterbek im Kreis Plön wurden am 27. August 2019 die 20. Probsteier Korntage eröffnet. Für die Veranstaltungen wurden in etlichen Gemeinden in der Probstei fantasievolle Stohfiguren aufgebaut. In Krummbek ist eine begehbares Uboot aus Stroh zu bestaunen.

    Uboot in Krummbek

    Bildquelle: https://www.probstei.de

    Weitere Informationen sind unter https://www.probstei.de/aktuelles-volltext/63.html zu finden

     

  2. Anlässlich des 10. Bayerischen Ubootfahrertreffens in Simbach am Inn lud Bürgermeister Klaus Schmid am Samstag, den 13. Juli 2019, in das Rathaus der Stadt ein. Es war nicht nur das 10. Bayerische Ubootfahrertreffen der Marinekameradschaft (MK) Simbach mit den Kameraden der Ubootkameradschaft (UK) München, sondern auch das 7. Regionaltreffen des VDU (Verband Deutscher Ubootfahrer), das Ralf Bichler als Regionalbeauftragter für Bayern organisiert hatte. Und da in Simbach und München die maritimen Kameradschaften auch mit den Reservistenverbänden und anderen maritimen Vereinigungen zusammenarbeiten, waren auch Vertreter dieser Verbände und der Dachverbände eingeladen. Eine besondere Freude und Ehre (was immer die richtige Reihenfolge sein möge) war den Anwesenden die Teilnahme von Frau MdL a.D. Reserl Sem!

    SpendenübergabeUm 11:00 Uhr begann das Jubiläumstreffen mit dem offiziellen Festakt und einem Sektempfang im Großen Rathaussaal. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Klaus Schmid sprach auch Hermann Schmid als Vorsitzender der MK Simbach sein Grußwort. Als Vorsitzender der UK München und Geschäftsführer des VDU dankte Fregattenkapitän a.D. Jürgen Weber für die nicht selbstverständliche Einladung und schilderte die zeitliche Entwicklung dieser maritimen Treffen mit seinen diversen Höhepunkten. Die weiteren Festredner waren Josef Motl - Vorsitzender MK München und Stellvertretender Landesleiter Bayern des DMB (Deutscher Marinebund), Stabsfeldwebel d.R. Alban Friedlmeier - 1. Vorsitzender der Reservisten Kreisgruppe Rottal, Prof. Dr. Dr. Oberst i.G. d.R. Rainer Gadow - u.a. Beiratsmitglied des WIWeB (Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe in Erding), MdL a.D. Reserl Sem, Klaus Mattes als Sprecher der Seehundfahrer (Zwei-Mann-Uboote der Kriegsmarine) und Ralf Bichler von der MK Simbach als VDU-Regionalbeauftragter Bayern. Gemeinsam war allen Rednern und unserer Festrednerin ihr Bekenntnis zur Bundeswehr, zur Reservistenarbeit und zur Arbeit und Veranstaltungen der traditionellen Marine- und Ubootkameradschaften.

    Das waren sehr wohltuende und interessante Ausführungen anlässlich des 10. Treffens der Über- und Unterwasserfahrer in Simbach. Vor dem abschließenden Sektempfang gab Jürgen Weber noch einen kurzen Einblick in seine erneute Tätigkeit als Militärischer Berater für die zweite Staffel der Sky-Serie DAS BOOT. Für ihn ging es am Sonntag nach dem Treffen von Simbach zum Flughafen München und weiter nach Malta zu den Dreharbeiten.

    Gegen 13:30 Uhr stand das Mittagessen im Gasthof Moosbräu auf dem Programm, bevor es eine Stunde später per Auto oder sportlich mit dem Radl zum zweiten Teil des Treffens im Marineheim der MK Simbach im oberösterreichischen Hagenau ging. Diese alljährliche Grillfete mit den zur See gefahrenen Kameraden, den Reservisten und Freunden des maritimen Gedankengutes ist nun schon mit einer gewissen Tradition behaftet – einer guten Tradition, die sich nicht den mitunter kaum verständlichen Regularien des Bundesministeriums der Verteidigung in Sachen Traditionserlass unterordnen muss.

    Nach einem kurzen Marinefrühschoppen machten sich unsere angereisten Gästeam Sonntag  gegen Mittag auf den Heimweg. Fazit: Ein rundum gelungenes Treffen mit viel Gesprächsaustausch und reichlich Rees an Backbord, für dessen Gelingen wir vor allem Frau MdL a.D. Reserl Sem und Herrn Bürgermeister Klaus Schmid sowie allen Helfern im Hintergrund ganz herzlich danken.

    Ralf Bichler und Jürgen Weber

    Foto: Empfang im Großen Rathaussaal. Quelle: Thomas Engelmayer

    TV-Link: https://passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/treffen-der-u-bootfahrer-in-simbach/

     

  3. Mit großer Betroffenheit und unerwartet haben wir vom Tod unseres Kameraden Kapitän zur See a.D. Hannes Ewerth am 8. Februar 2019 erfahren. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

    Hannes Ewerth Foto 2Als Sohn eines Ubootkommandanten des Zweiten Weltkrieges am 16.12.1936 geboren, war Hannes Ewerth einer der prägenden Ubootfahrer unserer Marine und tragendes Mitglied unseres Verbandes. Früh interessierte er sich für Segeln (Kieler Yachtclub), Seefahrt und insbesondere Uboote.

    Als Wachoffizier auf U-Hai (1960) und U 2 (1962), während einer Ausbildung in der amerikanischen Marine, als Kommandant auf  U 7 (1963-1965), später als S3 und dann als Kommandeur im 1. Ubootgeschwader (1971-1973) konnte er den Aufbau der Ubootwaffe der Bundesmarine miterleben und maßgeblich mitgestalten.Hannes Ewerth Foto 1

    Ewerth war ein selbstbewusst auftretender, willensstarker, gradliniger und auf gute Umgangsformen bedachter Offizier mit vorbildlichem, auf uns jüngere Offiziere mitunter altmodisch wirkendem, Verhalten. Stil und Form waren ihm wichtig und so versuchte er auch seine Ubootfahrer zu prägen.

    Später wurde er A3 der Ubootflottille und dann für lange Jahre (1980-1986) als erster „Nachkriegs-Ubootfahrer“ deren Kommandeur. In dieser Zeit gelang es, das Waffensystem Uboot als operativ leistungsfähigen Beitrag Deutschlands zur Bündnisverteidigung in der NATO zu etablieren.

    Heute kaum noch vorstellbare nahezu permanente Präsenz in See, routinemäßig durchgeführte Torpedoschießabschnitte und regelmäßige Manöverteilnahmen der 24 Uboote in zwei Geschwadern sowie das Schaffen einer strukturierten Ausbildung von der Einzelperson bis hin zum Team waren das Ergebnis. In seiner Zeit als Typ-Kommandeur entstanden der Einsatz-Ausbildungs-Plan Uboote, die Simulatorausbildung am AWU und der Kommandanten-Lehrgang.

    Nach der Übergabe der Ubootflottille an den Nachfolger wurde Hannes Ewerth Kommandeur des Marine-Abschnitts-Kommandos Ostsee (Kiel) bevor er nach rund 40 Jahren in den Ruhestand ging. Aber auch außerhalb des Dienstes engagierte er sich für die Uboote. Sei es beim Verfassen seines Standardwerks "Die Ubootflottille der Deutschen Marine", beim Unterstützen von Uboot-Filmen, als gefragter Interview-Partner und Sachverständiger in Uboot-Fragen, er war in seiner fachkompetenten, distinguierten Art präsent - ein Offizier und Gentleman. Sei es als Mitglied in der Ubootkameradschaft Kiel, das es stets als seine Aufgabe ansah, dem Vorstand in der Jahreshauptversammlung für das Engagement und den Einsatz zu danken. Sei es als Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort (seit 2001-heute), wo er für Kontinuität in der Beratung sorgte. Sei es als Rotarier oder als Mitglied im Beirat und Archivar des Kieler Yachtclubs, Hannes Ewerth war intensiv und engagiert bis zuletzt. Er war ein absolutes Vorbild. Wir werden ihn vermissen.

    Michael Setzer, Präsident VDU

  4. Am 14. September 2016 fand am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort eine Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine anlässlich des 50.  Jahrestages des tragischen Untergangs des Unterseebootes HAI statt.

    Aus Anlass dieses Gedenkens trafen sie die ehemaligen U-Hai-Fahrer vom 13. - 18. September 2016 in Gammelby/Eckernförde. Im Rahmen diese Treffen nahmen die ehmaligen Hai-Fahrer am 14. September Vormittags zunächst im Marinestützpunkt Eckernförde an einer Kanzniederlegung des 1. Ubootgeschwaders am U-Hai-Gedenkstein vor dem Ausbildungszentrum Uboote (AZU) teil. Am Nachmittag folgte dann die zentrale Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine am U-Boot-Ehrenmal Möltenort in Heikendorf. Die Gedenkansprache hielt der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan C. Kaack. Im Laufe der weiteren Zeremonie wurden die Namen der 19 beim Untergang von U-Hai ums Leben gekommenen Ubootfahrer verlesen. Im Anschluß passierten das Uboot „U 36“, das Flottendienstboot „Oker“ und das Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ das Ehrenmal mit einer „Front“.

    Am 15. September besuchten die Teilnehmer des U-Hai-Treffens die Marineschule Mürwik (MSM) und nahmen dort am Nachmittag an einer U-Hai-Gedenkveranstaltung in der Aula der Marineschule teil. Am folgenden Tag konnten die ehemaligen Hai-Fahrer dann noch im Marinestützpunkt Eckernförde ein Uboot der Klasse 212A sowie das Ausbildungszentrum Uboote (AZU) des 1. Ubootgeschwader besichtigen.

  5. SpendenübergabeAm 1. Juni 2016 entwickelte der sonst so bescheiden dahinplätschernde Simbach nach starken Regenfällen ungeahnte Kräfte. Nur Minuten nach dem Dammbruch überflutete der zum reißenden Fluss gewordene Bach ein Sägewerk, schwemmte alles Holz davon und verstopfte damit sein Bachbett. Dann suchte sich das Wasser seinen Weg über Straßen und durch Häuser.

    Simbach ist für den Verband Deutscher Ubootfahrer (VDU) keine anonyme Kleinstadt am Inn an der Grenze zu Österreich. Die Marinekameradschaft Simbach und die Ubootkameradschaft München unterhalten seit über sieben Jahren freundschaftliche Beziehungen zuein­ander. Hier wohnt zudem der Regionalbeauftragte des VDU für Bayern, Ralf Bichler, der uns noch am selben Abend von dem plötzlich hereingebrochenen Unglück berichtete.

    Zwei Tage später war die Idee zu einer Spendensammlung geboren, die bis dato über 5.100 € einbrachte. Die höchste Einzelspende betrug 1.000 €, die höchste Spende einer Ubootkameradschaft des VDU 450 €. Ganz besonders erwähnt werden soll die Spende aus Südkorea. Ein ehemaliger Ubootkommandant der dortigen Marine hatte sich mit seiner Frau der Reisegruppe der Marine­kameradschaft Simbach und des VDU zum 53. Internationalen Ubootfahrertreffen nach Pula in Kroatien angeschlossen und vom 22. auf den 23. Mai in Simbach übernachtet. Einen großen Anteil an der Spendenhöhe haben die Marinekameradschaften München und Traunstein (500 €  bzw. 300 €), die unsere Spendenaktion darüber hinaus mit Einzelspenden ihrer Mitglieder unterstützten. Insgesamt hat diese Aktion gezeigt, dass Kameradschaft bei uns keine leere Worthülse ist, sondern auch soziale Verantwortung und mitmenschliches Handeln einschließt.

    Das Spendenaufkommen wurde gedrittelt: Zwei besonders betroffene Kameraden der Marine­kameradschaft Simbach wurden mit je einem Drittel direkt unterstützt; das restliche Drittel wurde der Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem, übergeben. Es ist zur Weitergabe an Flutopfer in Simbach nach ihrem Ermessen bestimmt. Zusätzlich wurden kurzfristig gesammelte Kleidungsstücke, Küchenuntensilien und Kinderspielzeug übergeben, um den Wiederaufbau auch auf diese Weise zu unterstützen.

    Jürgen Weber

    Foto: Jürgen Weber bei der Übergabe der Spende an die Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem

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