Panorama 1

VDU-News

Neues vom Verband Deutscher Ubootfahrer
  1. Die Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort, der Verband Deutscher Ubootfahrer e.V. (VDU) und die Ubootkameradschaft Kiel e.V. richten zusammen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) und der Gemeinde Heikendorf am Samstag, dem 18. November 2017, um 14:00 Uhr, am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort eine Gedenkstunde mit Kranzniederlegung für alle auf See gebliebenen Ubootfahrer und alle Toten beider Weltkriege aus. Die Gedenkstunde wird vom 1. Ubootgeschwader aus Eckernförde unterstützt. Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung von einer Abordnung des Marinemusikkorps Kiel.

    Die Begrüßungsansprache wird der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort, Kapitän zur See a.D. Rupert Bischoff, halten. Die Gedenkrede hält der Landesvorsitzende Schleswig-Holstein des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Dr. Ekkehard Klug. Das ökumenische Gebet werden der evangelische Militärpfarrer Jens Anders aus Eckernförde und der katholische Militärdekan Jürgen Eckert aus Rostock sprechen und das Totengedenken wird, wie in jedem Jahr, ein Soldat des 1. Ubootgeschwader sprechen.

    Nach den Kranzniederlegungen auf dem Ehrenmalvorplatz beendet ein gemeinsamer Rundgang der Teilnehmer durch das Ehrenmal gegen 15:00 Uhr die Gedenkstunde.

    GEPLANTER ABLAUF DER GEDENKSTUNDE:

    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Begrüßung durch den Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung U-Boot-Ehrenmal, Kapitän zur See a.D. Rupert Bischoff.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Gedenkrede des Landesvorsitzenden Schleswig-Holstein des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Ekkehard Klug.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Ökumenisches Gebet des evangelische Militärpfarrer Jens Anders und des katholischen Militärdekan Jürgen Eckert.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Totengedenken, gesprochen von einem Soldaten des 1. Ubootgeschwader.
    • Musikstück Marinemusikkorps Kiel.
    • Kranzniederlegungen.
    • Marinemusikkorps Kiel: „Ich hatt‘ einen Kameraden“.
    • Gemeinsamer Rundgang der Teilnehmer durch das Ehrenmal.
    • Anschließend ist für geladene Gäste eine Kaffeetafel im Restaurant Witthus in Möltenort gedeckt.

     

  2. Mitte Dezember 2016 hat der bisherige Präsident des VDU, KptzS a.D. Norbert Hermann, gemäß Wahl und Beschluss des VDU-Delegiertentags 2015 in Bernau seine Aufgaben an seinen Nachfolger, KptzS Michael Setzer, übergeben. Michael Setzer gehört bereits seit fast 20 Jahren als "Beisitzer Marine" im VDU-Vorstand an. Als neuer "Beisitzer Marine" rückt KptzS Jens Grimm in den VDU-Vorstand nach.

  3. Am 14. September 2016 fand am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort eine Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine anlässlich des 50.  Jahrestages des tragischen Untergangs des Unterseebootes HAI statt.

    Aus Anlass dieses Gedenkens trafen sie die ehemaligen U-Hai-Fahrer vom 13. - 18. September 2016 in Gammelby/Eckernförde. Im Rahmen diese Treffen nahmen die ehmaligen Hai-Fahrer am 14. September Vormittags zunächst im Marinestützpunkt Eckernförde an einer Kanzniederlegung des 1. Ubootgeschwaders am U-Hai-Gedenkstein vor dem Ausbildungszentrum Uboote (AZU) teil. Am Nachmittag folgte dann die zentrale Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine am U-Boot-Ehrenmal Möltenort in Heikendorf. Die Gedenkansprache hielt der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan C. Kaack. Im Laufe der weiteren Zeremonie wurden die Namen der 19 beim Untergang von U-Hai ums Leben gekommenen Ubootfahrer verlesen. Im Anschluß passierten das Uboot „U 36“, das Flottendienstboot „Oker“ und das Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ das Ehrenmal mit einer „Front“.

    Am 15. September besuchten die Teilnehmer des U-Hai-Treffens die Marineschule Mürwik (MSM) und nahmen dort am Nachmittag an einer U-Hai-Gedenkveranstaltung in der Aula der Marineschule teil. Am folgenden Tag konnten die ehemaligen Hai-Fahrer dann noch im Marinestützpunkt Eckernförde ein Uboot der Klasse 212A sowie das Ausbildungszentrum Uboote (AZU) des 1. Ubootgeschwader besichtigen.

  4. SpendenübergabeAm 1. Juni 2016 entwickelte der sonst so bescheiden dahinplätschernde Simbach nach starken Regenfällen ungeahnte Kräfte. Nur Minuten nach dem Dammbruch überflutete der zum reißenden Fluss gewordene Bach ein Sägewerk, schwemmte alles Holz davon und verstopfte damit sein Bachbett. Dann suchte sich das Wasser seinen Weg über Straßen und durch Häuser.

    Simbach ist für den Verband Deutscher Ubootfahrer (VDU) keine anonyme Kleinstadt am Inn an der Grenze zu Österreich. Die Marinekameradschaft Simbach und die Ubootkameradschaft München unterhalten seit über sieben Jahren freundschaftliche Beziehungen zuein­ander. Hier wohnt zudem der Regionalbeauftragte des VDU für Bayern, Ralf Bichler, der uns noch am selben Abend von dem plötzlich hereingebrochenen Unglück berichtete.

    Zwei Tage später war die Idee zu einer Spendensammlung geboren, die bis dato über 5.100 € einbrachte. Die höchste Einzelspende betrug 1.000 €, die höchste Spende einer Ubootkameradschaft des VDU 450 €. Ganz besonders erwähnt werden soll die Spende aus Südkorea. Ein ehemaliger Ubootkommandant der dortigen Marine hatte sich mit seiner Frau der Reisegruppe der Marine­kameradschaft Simbach und des VDU zum 53. Internationalen Ubootfahrertreffen nach Pula in Kroatien angeschlossen und vom 22. auf den 23. Mai in Simbach übernachtet. Einen großen Anteil an der Spendenhöhe haben die Marinekameradschaften München und Traunstein (500 €  bzw. 300 €), die unsere Spendenaktion darüber hinaus mit Einzelspenden ihrer Mitglieder unterstützten. Insgesamt hat diese Aktion gezeigt, dass Kameradschaft bei uns keine leere Worthülse ist, sondern auch soziale Verantwortung und mitmenschliches Handeln einschließt.

    Das Spendenaufkommen wurde gedrittelt: Zwei besonders betroffene Kameraden der Marine­kameradschaft Simbach wurden mit je einem Drittel direkt unterstützt; das restliche Drittel wurde der Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem, übergeben. Es ist zur Weitergabe an Flutopfer in Simbach nach ihrem Ermessen bestimmt. Zusätzlich wurden kurzfristig gesammelte Kleidungsstücke, Küchenuntensilien und Kinderspielzeug übergeben, um den Wiederaufbau auch auf diese Weise zu unterstützen.

    Jürgen Weber

    Foto: Jürgen Weber bei der Übergabe der Spende an die Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem

  5. Ubootfahrer aus Eckernförde erfährt besondere Verabschiedung

    Nach 33 Jahren im Dienst für die Uboote und 36 Jahren im Dienst er Marine erfährt Kapitänleutnant (KptLt) Georg Weiner durch seine Kameraden und Vorgesetzten in Eckernförde eine Verabschiedung der besonderen Art.

    Ubootfahrer sind ein besonderer Schlag innerhalb der Marine. Sie leben  tagelang unter Wasser und das bedächtige und leise Arbeiten ist wichtig um den Auftrag unerkannt ausführen zu können. Aber wenn es um besondere Anlässe geht, dann wird diese Zurückhaltung auch gerne einmal über Bord geworfen.

    So auch an diesem 29. Februar 2016. Vollzählig sind die Soldatinnen und Soldaten der Systemunterstützungsgruppe (SUG) des 1. Ubootgeschwaders angetreten um dem Leiter Waffen- und Führungsmittelelekronik (WuF) einen würdigen Rahmen bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand zu geben. In seiner Laudatio auf seinen Mitarbeiter und Freund ließ der Leiter der SUG, Kapitänleutnant Jascha Tscherney, die bewegten Dienstjahre von KptLt Weiner Revue passieren.

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    Foto: Offizielle Verabschiedung in den Ruhestand im Namen der Ministerin. Quelle: Deutsche Marine, HB Thomas Lerdo.

    Besonders hob er hier die 33 Jahre Dienstzeit im Bereich der Uboote hervor, die nur für drei Jahre im damaligen Marineamt unterbrochen wurden. „Die SUG wäre ohne Dich eine andere geworden, mit Sicherheit aber keine Bessere“, so KptLt Tscherney zu  Ende seiner Laudatio.

    Neben persönlichen Andenken an seine Dienstzeit, die 1980 bei der Marine begann, gab es noch eine Überraschung der besonderen Art. Zu einer typischen Verabschiedung gehört auch eine Rundfahrt durch die Wirkungsstädten. Diese wurde, wie es sich für einen Waffentechniker gehört Stilecht auf einem bunt geschmückten, auf einem Wagen verspannten und mit einem Sattel versehenen Torpedo, liebevoll „Aal“ genannt, durchgeführt. Vorbei am  Ausbildungszentrum Uboote (AZU), dem Hafen, inkl.  einer lautstarken Verabschiedung durch das Typhon (Schiffshupe) des Flottendienstbootes „Oste“  fuhr der Festzug zum Stabsgebäude des 1. Ubootgeschwaders. Nach der Verabschiedung durch den stellvertretenden Kommandeur des 1. Ubootgeschwaders, Korvettenkapitän Stefan Mayer, ging es weiter in Richtung Hauptwache des Marinestützpunktes Eckernförde.

    Verabschiedung Bild 2

    Foto: Der Ritt auf dem Aal. Quelle: Deutsche Marine, HB Thomas Lerdo.

    HB Thomas Lerdo
    Marinekommando Presse- und Informationszentrum, Einsatzflottille 1 Kiel, Aussenstelle Eckernförde

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