Panorama 1

VDU-News

Neues vom Verband Deutscher Ubootfahrer
  1. 20. Januar 2017

    Wir bitten um Unterstützung für die Familie eines Kameraden, einem ehemaligen Funker auf U 27. Die 17-jährige Tochter der Familie leidet unter schweren Depressionen und Soziophobie.

    Die Eltern haben anfänglich versucht, ihre Tochter neben einer ambulanten Therapie selbst zu betreuen, was die Familie aber sehr schnell an den Rand des Machbaren brachte. Daher unterzog sich die junge Frau einer 10-wöchigen stationären Akutbehandlung. Es ging ihr auch kurzzeitig besser bis zur Rückkehr ins häusliche Umfeld, in dem eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung auf Grund der Berufstätigkeit beider Elternteile nicht möglich war. So ging es gesundheitlich sehr schnell bergab. Die Familie schaltete das örtliche Jugendamt ein und im Oktober 2016 wurde für die Tochter ein Heimplatz in einer ärztlich/therapeutisch betreuten Intensivgruppe gefunden. Zur Kostenfrage erklärte die damalige Jugendamtsmitarbeiterin, dass mit keiner hohen Zuzahlung seitens der Eltern zu rechnen sei.

    Der endgültige Bescheid vom 9. Januar 2017 sah anders aus: Zusätzlich zur vereinbarten Abtretung des Kindergelds von ca. 190 € sollten die Eltern nun weitere 437 €, insgesamt also insgesamt 627 €, für die Unterbringung der Tochter bezahlen. Gleichzeitig erhielten sie die Aufforderung, die bisher vom  Jugendamt gezahlten Leistungen zurückzuzahlen. Die Familie kann diese Forderungen nicht aufbringen, die Tochter wird die therapeutische Einrichtung (in der es ihr gut geht und auch erste Fortschritte beobachtet wurden) verlassen müssen.

    Dies ist ein Fall, der offensichtlich durch das staatliche soziale Raster fällt: Die gesetzliche Krankenversicherung kommt nicht für außerklinische Heimaufenthalte auf. Eine Unterstützung aus der Pflegeversicherung durch Erreichung einer Pflegestufe ist auch nicht möglich, da es sich um eine psychische Erkrankung und um keine schwere körperliche oder geistige Behinderung handelt.

    Das hat uns auf die Idee mit dem Aufruf zur Übernahme einer Patenschaft gebracht: Wenn es uns gelingt, zu den ersten bereits feststehenden Paten weitere 85 zu finden, die den Aufenthalt von Sari mit monatlich 5,00 €  (für die geschätzte Dauer von vier bis fünf Jahren) zu unterstützen, können wir diese kameradschaftliche Hilfeleistung vollbringen.

    Wir können Ihnen / Euch versichern, dass es für den Kameraden nicht einfach war, diesen Weg eines Patenschaftaufrufs zu gehen, da er sich zuerst in der Rolle eines Bittstellers sah. Aber wir konnten ihn davon überzeugen, dass er sich nicht dafür schämen muss, wenn er in dieser Notlage um Hilfe aus der Familie der Ubootfahrer nachfragt.

    Etwas ausführlichere Informationen zu diesem Fall und zur Bankverbindung können beim Geschäftsführer des VDU angefordert werden:

    Jürgen Weber
    Seeshaupter Str. 3a
    82362 Weilheim i. OB.
    Tel.: 0881 - 9247271
    E-Mail: weber@ubootfahrer.de

  2. Mitte Dezember 2016 hat der bisherige Präsident des VDU, KptzS a.D. Norbert Hermann, gemäß Wahl und Beschluss des VDU-Delegiertentags 2015 in Bernau seine Aufgaben an seinen Nachfolger, KptzS Michael Setzer, übergeben. Michael Setzer gehört bereits seit fast 20 Jahren als "Beisitzer Marine" im VDU-Vorstand an. Als neuer "Beisitzer Marine" rückt KptzS Jens Grimm in den VDU-Vorstand nach.

  3. Am 14. September 2016 fand am U-Boot-Ehrenmal in Möltenort eine Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine anlässlich des 50.  Jahrestages des tragischen Untergangs des Unterseebootes HAI statt.

    Aus Anlass dieses Gedenkens trafen sie die ehemaligen U-Hai-Fahrer vom 13. - 18. September 2016 in Gammelby/Eckernförde. Im Rahmen diese Treffen nahmen die ehmaligen Hai-Fahrer am 14. September Vormittags zunächst im Marinestützpunkt Eckernförde an einer Kanzniederlegung des 1. Ubootgeschwaders am U-Hai-Gedenkstein vor dem Ausbildungszentrum Uboote (AZU) teil. Am Nachmittag folgte dann die zentrale Gedenkveranstaltung der Deutschen Marine am U-Boot-Ehrenmal Möltenort in Heikendorf. Die Gedenkansprache hielt der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan C. Kaack. Im Laufe der weiteren Zeremonie wurden die Namen der 19 beim Untergang von U-Hai ums Leben gekommenen Ubootfahrer verlesen. Im Anschluß passierten das Uboot „U 36“, das Flottendienstboot „Oker“ und das Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ das Ehrenmal mit einer „Front“.

    Am 15. September besuchten die Teilnehmer des U-Hai-Treffens die Marineschule Mürwik (MSM) und nahmen dort am Nachmittag an einer U-Hai-Gedenkveranstaltung in der Aula der Marineschule teil. Am folgenden Tag konnten die ehemaligen Hai-Fahrer dann noch im Marinestützpunkt Eckernförde ein Uboot der Klasse 212A sowie das Ausbildungszentrum Uboote (AZU) des 1. Ubootgeschwader besichtigen.

  4. SpendenübergabeAm 1. Juni 2016 entwickelte der sonst so bescheiden dahinplätschernde Simbach nach starken Regenfällen ungeahnte Kräfte. Nur Minuten nach dem Dammbruch überflutete der zum reißenden Fluss gewordene Bach ein Sägewerk, schwemmte alles Holz davon und verstopfte damit sein Bachbett. Dann suchte sich das Wasser seinen Weg über Straßen und durch Häuser.

    Simbach ist für den Verband Deutscher Ubootfahrer (VDU) keine anonyme Kleinstadt am Inn an der Grenze zu Österreich. Die Marinekameradschaft Simbach und die Ubootkameradschaft München unterhalten seit über sieben Jahren freundschaftliche Beziehungen zuein­ander. Hier wohnt zudem der Regionalbeauftragte des VDU für Bayern, Ralf Bichler, der uns noch am selben Abend von dem plötzlich hereingebrochenen Unglück berichtete.

    Zwei Tage später war die Idee zu einer Spendensammlung geboren, die bis dato über 5.100 € einbrachte. Die höchste Einzelspende betrug 1.000 €, die höchste Spende einer Ubootkameradschaft des VDU 450 €. Ganz besonders erwähnt werden soll die Spende aus Südkorea. Ein ehemaliger Ubootkommandant der dortigen Marine hatte sich mit seiner Frau der Reisegruppe der Marine­kameradschaft Simbach und des VDU zum 53. Internationalen Ubootfahrertreffen nach Pula in Kroatien angeschlossen und vom 22. auf den 23. Mai in Simbach übernachtet. Einen großen Anteil an der Spendenhöhe haben die Marinekameradschaften München und Traunstein (500 €  bzw. 300 €), die unsere Spendenaktion darüber hinaus mit Einzelspenden ihrer Mitglieder unterstützten. Insgesamt hat diese Aktion gezeigt, dass Kameradschaft bei uns keine leere Worthülse ist, sondern auch soziale Verantwortung und mitmenschliches Handeln einschließt.

    Das Spendenaufkommen wurde gedrittelt: Zwei besonders betroffene Kameraden der Marine­kameradschaft Simbach wurden mit je einem Drittel direkt unterstützt; das restliche Drittel wurde der Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem, übergeben. Es ist zur Weitergabe an Flutopfer in Simbach nach ihrem Ermessen bestimmt. Zusätzlich wurden kurzfristig gesammelte Kleidungsstücke, Küchenuntensilien und Kinderspielzeug übergeben, um den Wiederaufbau auch auf diese Weise zu unterstützen.

    Jürgen Weber

    Foto: Jürgen Weber bei der Übergabe der Spende an die Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Frau Reserl Sem

  5. Ubootfahrer aus Eckernförde erfährt besondere Verabschiedung

    Nach 33 Jahren im Dienst für die Uboote und 36 Jahren im Dienst er Marine erfährt Kapitänleutnant (KptLt) Georg Weiner durch seine Kameraden und Vorgesetzten in Eckernförde eine Verabschiedung der besonderen Art.

    Ubootfahrer sind ein besonderer Schlag innerhalb der Marine. Sie leben  tagelang unter Wasser und das bedächtige und leise Arbeiten ist wichtig um den Auftrag unerkannt ausführen zu können. Aber wenn es um besondere Anlässe geht, dann wird diese Zurückhaltung auch gerne einmal über Bord geworfen.

    So auch an diesem 29. Februar 2016. Vollzählig sind die Soldatinnen und Soldaten der Systemunterstützungsgruppe (SUG) des 1. Ubootgeschwaders angetreten um dem Leiter Waffen- und Führungsmittelelekronik (WuF) einen würdigen Rahmen bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand zu geben. In seiner Laudatio auf seinen Mitarbeiter und Freund ließ der Leiter der SUG, Kapitänleutnant Jascha Tscherney, die bewegten Dienstjahre von KptLt Weiner Revue passieren.

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    Foto: Offizielle Verabschiedung in den Ruhestand im Namen der Ministerin. Quelle: Deutsche Marine, HB Thomas Lerdo.

    Besonders hob er hier die 33 Jahre Dienstzeit im Bereich der Uboote hervor, die nur für drei Jahre im damaligen Marineamt unterbrochen wurden. „Die SUG wäre ohne Dich eine andere geworden, mit Sicherheit aber keine Bessere“, so KptLt Tscherney zu  Ende seiner Laudatio.

    Neben persönlichen Andenken an seine Dienstzeit, die 1980 bei der Marine begann, gab es noch eine Überraschung der besonderen Art. Zu einer typischen Verabschiedung gehört auch eine Rundfahrt durch die Wirkungsstädten. Diese wurde, wie es sich für einen Waffentechniker gehört Stilecht auf einem bunt geschmückten, auf einem Wagen verspannten und mit einem Sattel versehenen Torpedo, liebevoll „Aal“ genannt, durchgeführt. Vorbei am  Ausbildungszentrum Uboote (AZU), dem Hafen, inkl.  einer lautstarken Verabschiedung durch das Typhon (Schiffshupe) des Flottendienstbootes „Oste“  fuhr der Festzug zum Stabsgebäude des 1. Ubootgeschwaders. Nach der Verabschiedung durch den stellvertretenden Kommandeur des 1. Ubootgeschwaders, Korvettenkapitän Stefan Mayer, ging es weiter in Richtung Hauptwache des Marinestützpunktes Eckernförde.

    Verabschiedung Bild 2

    Foto: Der Ritt auf dem Aal. Quelle: Deutsche Marine, HB Thomas Lerdo.

    HB Thomas Lerdo
    Marinekommando Presse- und Informationszentrum, Einsatzflottille 1 Kiel, Aussenstelle Eckernförde

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