Panorama 1

Planung und Bau des Ehrenmals bis 1930 - Der Entwurf...

Als  Standort für das Ehrenmal gefunden war, galt es, sich der Gestaltung zuzuwenden. "Der geschäftsführende Ausschuss" schrieb im Oktober 1923 einen Wettbewerb aus. Als zur Verfügung stehende Mittel waren jene 2000 Goldmark angegeben, die nach der Inflation aus der Spendensumme übriggeblieben waren.

Auf der vorspringenden Landzunge von Möltenort sollte statt der unteren Meilenbake das Ehrenmal aufgebaut werden.

Als erster Preis waren 70 Goldmark, als zweiter 50, als dritter 20 Goldmark ausgesetzt. Ferner sollten zwei weitere Entwürfe mit 5 Goldmark honoriert werden.

Die Ausschreibung trug die Unterschrift des Kapitänleutnants Dönitz, der damals als Adjutant des Inspekteurs des Torpedo- und Minenwesens amtierte.

In den der Ausschreibung folgenden Wochen wurden zwanzig Entwürfe von Kieler Architekten eingereicht. Ihre "Kennworte" allein spiegeln schon ein Stück Zeitgeschichte wider. Sie lauteten: Medusa, U 1, Strandfelsen, Unseren U-Bootshelden, Granitmauerwerk, Granit, Weddigen, Thetis, U 2, Eisenbeton, Korügen, Seeadler, Seeteufel, Halbstock, U 21-Silhouette, Zeitgeist, Ehrenmal, Donnerkeil, Samoa und Rungholt.

Der Beurteilungsausschuss tagte am 31. Januar 1924. Ergebnis:

  1. Preis: "Zeitgeist" von Heinrich Hansen, Kiel
  2. Preis: "Ehrenmal" vom gleichen Architektet
  3. Preis: "Donnerkeil" von Arnold Bruhn, Kiel
  4. Preis: Je ein Ankauf der Entwürfe "Samoa" von Professor Julius Vogel und "Rungholt" von Heinrich Stapf, beide Kiel.
zeitgeist
"Zeitgeist" - Foto: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein - Freigabe Nr. Th M. III 609 (KO 32)

Im Protokoll der Entscheidung heißt es: "Von den Entwürfen verkörpern besonders Zeitgeist' und Ehrenmal' den Gedanken eines würdigen Denkmals, das zugleich durch Umrisslinie und Masse auch die Aufgabe eines Seezeichens vorzüglich erfüllt. Von diesen beiden Entwürfen verdient Zeitgeist' durch die größere Reife und Klarheit der Komposition den Vorzug."

Die Entwürfe wurden im Februar 1924 im Kieler Thaulowmuseum ausgestellt und fanden - nach einem Artikel in den "Kieler Neuesten Nachrichten" - auch in der Öffentlichkeit Zustimmung.

Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf "Zeitgeist" von Heinrich Hansen sah einen "massigen Turm" aus Granitfindlingen und einen terrassenartigen Aufgang vor. An der Stirnseite sollte ein stilisierter Delphin zu sehen sein. Für die vier Seiten des Turmes waren Inschriften geplant: Vorn: "Wehe den Besiegten!" Hinten: "Es blieben im Weltkrieg 1914-18", an den Seiten: "199 U-Boote" und "5085 Helden". Aus der Spitze des Turmes sollte ein Kreuz herausragen.

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