Panorama 1

Erneuerung und Erweiterung bis 1984 - Erweiterungen und Änderungen...

Bei der Anfertigung der 84 Bronzetafeln war klar, dass die Namen der Gefallenen noch nicht vollständig erfasst sein konnten.

Unermüdlichem Forschen und Fragen der Ubootkameradschaft Kiel e.V. in den 70er Jahren ist es zu verdanken, dass weitere 1237 Namen von gefallenen Angehörigen der Ubootwaffe ausfindig gemacht wurden. Für diese ließ der Volksbund weitere fünf Bronzetafeln herstellen, so dass sich die Gesamtzahl auf 89 erhöht hat.

Dafür war ein weiterer Ausbau notwendig geworden. Er schuf auch den Platz für ein Spruchband, aus dem gleichen Material wie die Tafeln, das auf der nördlichen Innenseite angebracht wurde. Unter diesem Spruchband wurden drei Haken für Dauerkränze in die Wand eingelassen. Im Zuge dieser Erweiterungen und Änderungen musste der Turm eingerüstet werden. Leichte Beschädigungen am Adler wurden ausgebessert und das Innere vom Adler wieder konserviert. Das Mauerwerk des Turmes wurde nach einem neuen Verfahren gereinigt und neu verfugt. Der Bergkiefernbestand im Halbrund war überaltert, er musste einschließlich des Mutterbodens erneuert werden.

Nach Fertigstellung der Erweiterung und Änderung ist die Anlage bei der 40jährigen Gedenkfeier am 16. September 1978 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. der Präsident des Volksbundes, Dekan a.D. Walter Trepte, beendete seine Ansprache mit der

Totenehrung

"Wir gedenken in dieser Stunde der 4744 Männer der U-Boot-Waffe, die im 1.Weltkrieg, der 28 728 U-Boot-Fahrer, die im 2. Weltkrieg ihr Leben hingaben.

Da wir ihre Gräber nicht kennen, weil das Meer sie aufgenommen hat, soll diese Gedenkstätte ihre Namen bewahren.

Wir gedenken aller deutscher Soldaten, die die beiden Weltkriege dieses Jahrhunderts uns nahmen, wir gedenken aller toten Soldaten in der ganzen Welt.

Unser Gedenken gilt den Männern, Frauen und Kindern, die jeweils in ihrer Heimat durch Kriegseinwirkung oder als Opfer von Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mussten.

Wir schließen die Toten mit ein, die die gewaltsamen Auseinandersetzungen der jüngsten Zeit in vielen Ländern immer wieder fordern.

Unsere Anteilnahme gilt denen, die um sie trauern. Vor uns steht als großes Ziel:
Dienst am Menschen - Dienst am Frieden unter den Völkern sowie im eigenen Lebenskreis unseres Alltags.
Dafür wollen wir wirken."

Vom Landesverband Schleswig-Holstein im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erfolgte 1983 die Anregung, im Ehrenmal für die Gefallenen der deutschen U-Boot-Waffe auch äußerlich eine Gleichstellung für die Toten des 1. und 2. Weltkrieges anzustreben.

Nach den Plänen der Bauabteilung des Volksbundes und im Einvernehmen mit der Ubootkameradschaft Kiel konnte dies am augenfälligsten durch die Anbringung der Namen der gefallenen Ubootfahrer aus dem 1. Weltkrieg erreicht werden. Diese sind zwar auch in den "Goldenen Büchern" enthalten, die jedoch aus verständlichen Gründen nicht ständig für die Öffentlichkeit einsehbar waren.

Naheliegend erschien, eine gleichartige Lösung wie bei den Namentafeln für die Menschenverluste der Ubootwaffe des 2. Weltkrieges anzustreben.

Nachdem sämtliche Namen und Daten nochmals überprüft wurden, konnte der Volksbund den Auftrag zur Herstellung von 27 Bronzetafeln mit 5.249 Namen der im 1. Weltkrieg umgekommenen Ubootfahrer vergeben.

Im Sommer 1984 wurden dann umfangreiche bauliche Maßnahmen am Ehrenmal durchgeführt. Die innere Bruchsteinmauer musste entfernt und durch eine leicht zurückgesetzte starke Betonmauer mit aufgesetzten Sandsteinplatten ersetzt werden. Lediglich die "Flottillensteine" wurden in der ursprünglichen Form belassen. Gleichzeitig erfolgte eine Neugestaltung der Abdeckung der Mauern und der begehbaren Fläche, die mit Granitpflaster ausgelegt wurde. Schließlich konnte die Montage der 27 neuen Bronzetafeln erfolgen.

Weiterhin wurde der Turm erneut eingerüstet, um das Mauerwerk auszubessern und insbesondere den

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