Erhaltungsmaßnahmen bis 2001 - Weitere Gedenktafeln und bauliche Maßnahmen...

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Gedenkstunde am 11. Juni 1988
Foto: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Fast auf den Tag genau 50 Jahre nach der Einweihung des U-Boot-Ehrenmales erfolgte am 11. Juni 1988 in einer sehr gut besuchten Gedenkstunde die Enthüllung der letzten Bronzetafel durch den Präsidenten des Volksbundes, Hans-Otto Weber. In seiner Gedenkansprache verwies er - ebenso wie der Bürgervorsteher der Gemeinde Heikendorf, Dieter Hamann sowie der Präsident des Verband Deutscher Ubootfahrer, Kurt Diggins - auf die Bedeutung dieses Ehrenmales als Mahnmal zum Frieden für nachkommende Generationen.

Im Rahmen dieser feierlichen Gedenkstunde wurde für die gefallenen deutschen Ubootfahrer zweier Weltkriege auch eine ökumenische Andacht abgehalten - zum Gedenken der gefallenen Ubootfahrer beider Weltkriege.

Am 3. Oktober 1992, dem 65jährigen Jubiläum der Ubootkameradschaft Kiel und dem Tag der Deutschen Einheit, fand am Ehrenmal eine gemeinsame Feierstunde mit der Gemeinschaft der Klein-Uboot-Fahrer und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. An diesem Tag wurde eine Bronzetafel mit den 90 Namen der auf den Klein-Ubooten gefallenen Kameraden und 27 Namen von Ubootfahrern, deren Schicksal erst jetzt aufgeklärt werden konnte, eingeweiht.

Den gefallenen Klein-Uboot-Fahrern ist damit eine würdige Gedenkstätte am Ehrenmal in Möltenort gegeben worden. Sie waren Ubootfahrer, die nach ihrer Uboot-Ausbildung nicht zur Ubootwaffe zurückkehrten, sondern den Kleinkampfverbänden zugeteilt wurden. Ihr Einsatz fand gegen Ende des Krieges statt, so dass ihre Opfer relativ hoch waren. Ihre Schicksale gingen im Zusammenbruch etwas verloren, bis ihre überlebenden Kameraden sich um ihren Verbleib kümmerten und mit großem persönlichen und finanziellen Einsatz dazu beigetragen haben, dass diese Bronzetafel im nördlichen Rund des Ehrenmales angebracht werden konnte.

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Foto: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Stellvertretend für die an diesem Tage gehaltenen Gedenkreden aus der Rede von Dr. Jessen, Schleswig-Holsteinischer Landesvorsitzender des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge: "Das dem Volksbund gehörende, von der Stiftung und der Gemeinde Heikendorf umsichtig betreute und von der U-Boot-Kameradschaft Kiel liebevoll gepflegte U-Boot-Ehrenmal Möltenort verdient unser aller Zuwendung und Ehrerbietung."

Im April 1994 wurde mit einer weiteren größeren Baumaßnahme begonnen. Im Laufe der vielen Jahrzehnte waren sehr große Unebenheiten im Sandsteinpflaster des Vorplatzes der Ehrenmalanlage aufgetreten. Sie stellten eine erhöhte Unfallgefahr dar. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und die Stiftung U-Boot-Ehrenmal hielten eine umfassende Sanierung für den richtigen Weg. Durch einen tragfähigen Unterbau und neue Sandsteinplatten aus rotem Wesersandstein wurde eine gut begehbare Fläche - die auch von Pflegemaschinen befahren werden kann - geschaffen. Auflage der Denkmalschutzbehörde war, die rustikale Oberfläche und die Rombenmuster wieder herzustellen. Die nicht unerheblichen Baukosten hat der Volksbund vorfinanziert. Die Stiftung hat sich verpflichtet, innerhalb von vier bis fünf Jahren die Baukosten zu erstatten.

Zeitgleich mit der Neupflasterung wurden im nördlichen und südlichen Bereich des Vorplatzes die Standvitrinen mit den Positionsplänen der im 1. und 2. Weltkrieg untergegangenen Uboote aufgestellt. Die Besucher der Gedenkstätte können nunmehr in Verbindung mit den Namenstafeln im Rundgang erkennen, wo die einzelnen Besatzungen mit ihren Booten auf den Weltmeeren ruhen.

Wir danken an dieser Stelle dem Buchautor Eckard Wetzel - u. a. U 995 - für das der Stiftung kostenlos überlassene Kartenmaterial. Auch diese Maßnahme finanzierte die Stiftung U-Boot-Ehrenmal. Neben der finanziellen Beteiligung bei der Unterhaltung der baulichen Anlagen und des Grundstückes trägt die Stiftung die laufenden Kosten aus dem mit der Gemeinde Heikendorf im Jahre 1992 abgeschlossenen Wartungs- und Pflegevertrag für die Gesamtanlage. Damit wird auch für die Zukunft sichergestellt, dass die Ehrenmalanlage in dem Pflegezustand erhalten werden kann, wie sie sich heute vorbildlich den vielen Besuchern präsentiert.

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